Die antiken Fundmünzen vom Monte Iato, 1971-1990 : ein Beitrag zur Geldgeschichte Westsiziliens

Die antiken Fundmünzen vom Monte Iato, 1971-1990 : ein Beitrag zur Geldgeschichte Westsiziliens

Die antiken Fundmünzen vom Monte Iato, 1971-1990 : ein Beitrag zur Geldgeschichte Westsiziliens
Éditeur: Zèbre
2013ISBN 9782940351169

In dieser Untersuchung von 1425 antiken Münzen vom Monte Iato wird erstmals das numismatische Material einer antiken Stadt Siziliens in seinem archäologischen Kontext ausgewertet und mit rund 15 000 Münzen anderer Fundplätze eines historisch und geographisch klar definierten Gebietes verglichen. Der Siedlungsgeschichte der Stadt Iaitas entsprechend liegen die Schwerpunkte zwischen dem späten 5. Jh. v. und 50 n. Chr., als dièse - möglicherweise durch ein Erdbeben - zerstört wurde.

Das für den Mittelmeerraum einmalige Datennetz erlaubt es, die Geldproduktion und den Kleingeldumlauf der wechselnden Machthaber zu untersuchen. Die Fundmünzen geben Einblick sowohl in die « grosse » Geschichte als auch in das Leben der Stadt auf dem Monte Iato.

Die meisten der zahlreichen Bronzemünzen aus der Zeit punischer und römischer Herrschaft waren bisher undatiert und viele davon konnten keiner Prägestätte zugewiesen werden. Sie werden hier zum ersten Mal zeitlich eingegrenzt, einer Prägestätte bzw. einem Prägegebiet zugeordnet und zusammen mit anderen Material-gruppen in einen historischen Rahmen gestellt. Eigens behandelt werden die Münzen aus der Prägestätte vom Monte lato.

Die punischen Bronzen bezeugen eine hervorragende Münzversorgung seit dem mittleren 4. Jh. v. Chr. bis zur römischen Eroberung im Ersten Punischen Krieg. Lokal-regional und überregional zusammen mit griechischen Münzen zirkulierende punische Prägungen werfen ein neues Licht auf Geldgebrauch, Wirtschaftsräume, kulturelle und religiöse Identitäten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Verwaltungsgeschichte, denn wie zuvor Karthago musste sich Rom in Sizilien, seiner ersten Provinz, mit der Geldversorgung neu erworbener Gebiete auseinandersetzen. Die Prägungen aus römischer Zeit (Ende 3. Jh. v. Chr. bis Tiberius) lassen eine dreistufige Entwicklung erkennen : (a) den Import römischer Münzen aus Rom, dann die Herstellung solcher in Sizilien, (b) die Produktion lokaler, römisch-sizilischer Münzen und (c) Prägungen im Namen der Städte. Für die Beamtennamen auf den römisch-sizilischen Prägungen, wohl meist von Quästoren, stellen die Münzen eine einmalige Quelle dar. Solche kommen gelegentlich auch auf den Iaitiner Münzen vor, die jedoch einen Sonderstatus haben.

Ce livre est proposé par (0) membre(s)
Ce livre est mis en favori par (0) membre(s)