Mythos und Geheimnis : der symbolismus und die Schweizer Künstler

Der Symbolismus, der sich im späten 19. Jahrhundert zu entfalten beginnt, ist weniger eine Bewegung als eine asthetische Anschauungsweise. Er umfasst Künstler, die mehr als zwanzig Jahre lang ganz Europa in ihren Bann ziehen, darunter Ferdinand Hodler, Arnold Böcklin und Carlos Schwabe in der Schweiz, Giovanni Segantini in Italien und der Schweiz, Odilon Redon in Frankreich, Gustav Klimt in Osterreich und Fernand Khnopff in Belgien... Sie bekennen sich alle nachdrücklich zu Ideal, Geheimnis und Spiritualität, stehen aber auch für die Erforschung des Unbewussten und die Einheit der Künste ein. Die Grenzen zwischen Musik, Tanz, Dichtung und bildenden Künsten werden durchlässig und öffnen Perspektiven auf die grobêtaen Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts : Surrealismus, Expressionismus und Abstraktion.
Die Ausstellung, « Mythos und Geheimnis. Der Symbolismus und die Schweizer Künstler », die von Valentina Anker für das Kunstmuseum Bern sowie das Museo Cantonale d'Arte und das Museo d'Arte in Lugano konzipiert wurde, ist Gegenstand des vorliegenden Katalogs, der die Hauptthemen des schweizerischen und europäischen Symbolismus vorstellt und Meisterwerke bedeutender internationaler Sammler und der angesehensten Schweizer und ausländischen Museen vereint.